Trocken werden

Die Erzieherinnen im Kindergarten machen mir jetzt häufig keine Windel mehr dran. Zu Hause habe ich meist noch auf meiner Windel bestanden und mich auch geweigert, auf  die Toilette oder Topf zu gehen. Aber wenn ich ohne Windel aus dem Kindergarten komme, versuche ich jetzt auch, auf  Toilette zu gehen bzw. Papa und Mama schicken mich häufiger mal dorthin. Gestern ist bis auf eine kleine Panne, wo ich zu spät was gesagt habe, meine Hose trocken geblieben. Mama und Papa waren richtig stolz auf mich.

Trotzanfall am Morgen

Ich mag schon seit einigen Tagen morgens nicht angezogen werden. Mama droht mir jedes Mal, dass sie mich im Schlafanzug in den Kindergarten bringt. Bisher habe ich spätestens dann mitgemacht, wenn Mama runtergehen wollte. Bis heute…

Beim Aufstehen war ich noch ganz gut drauf, habe mich von Mama aus Faulheit ins Bad tragen lassen. Als Mama mir den Schlafanzug ausziehen wollte, fing ich an zu meckern und zog mir den Schlafanzug wieder an. Zwischendurch rief ich anziehen, um im nächsten Moment meine Anziehsachen auf den Wäschekorb zu werfen. Nach dem fünften Mal hatte Mama genug und ging samt meiner Sachen runter, um sie in meinen Kindergartenrucksack zu stecken. Also fing ich richtig an zu brüllen, aber Mama hatte keine Lust mehr auf meine Machtkämpfe. Nachdem Mama und Nils sich Schuhe angezogen hatten und Nils schon im Auto saß, kam Mama mit meinen Sandalen hoch, die ich anziehen sollte. Dann trug sie mich ins Auto, mit mir war ja nicht mehr zu reden. Ich habe mich so gegen das Anschnallen gewehrt, dass Mama es erst beim zweiten Versuch geschafft hat. Auf dem Weg zum Kindergarten zog ich mir erst die Sandalen wieder aus und brüllte dann abwechselnd “Schuhe an”, “Aussteigen”, “Meine Mama”, “mein Papa”, “Anziehen”. Vor dem Kindergarten wollte ich dann keine Schuhe mehr anziehen, aussteigen wollte ich auch nicht. Also musste Mama wieder nachhelfen. So habe ich mich dann neben dem Auto auf den Bordstein gesetzt. Mich hat nicht intereressiert, dass Mama und Nils gingen. Da hat Mama mich geholt. Weil ich nicht wollte, hab ich mich am Autoreifen festgehalten.

In der Garderobe waren Dagmar und Martina ganz erstaunt, wer da so brüllt. Meine Lautstärke war echt enorm. Mama wollte mich noch anziehen, aber da wollte ich wieder nicht. Habe wieder meinen Schlafanzug anbehalten wollen. Martina hat dann Mama weggeschickt und wollte das mit mir alleine klären. Ich war so wütend, dass ich Mama nicht mal Tschüss gesagt habe.

Nachmittags beim Abholen habe ich Mama dann strahlend begrüßt. Und jetzt weiss ich, dass Mama ernst macht.

Kleiner Dickschädel

Ich bin z. Z. ganz schön auf Kravall gebürstet ….

Erste Episode: Umziehen mit Papa … nein das kann man nicht alles in Ruhe im Bad machen, nein so was zieht sich schon mal bis zum unteren Ende der Treppe. Nun ja, wenn ich nicht mitmachen will dann geht es nicht vorwärts … und wenn Papa keine Lust hat zu warten, dann muss ich schon mal hinter ihm und meinen Sachen herlaufen “Anziehn” … Und wie sich das gehört, alles unter Protest und Kravall.

Zweite Episode: Duschen des Terrorzwerges, wenn ich das einordnen müsste, ist das schwerste Zweiarmarbeit an einem Larmarbeitsplatz.  Nach meiner Gegenwehr beim letzten mal in der Badewanne mussten meine Eltern das komplette Bad frisch wischen (( sicher es hatte es sowieso nötig )) , musste ich mal wieder unter die Dusche … Diesmal wollte mein PApa das etwas besser machen … aber wollen ist noch nicht gemacht und irgendwie find ich schon einen Weg ihm das Leben schwer zu machen. Also kurz um, er hat sich mit ausgezogen und ist mit mir unter die Dusche gekommen. Dann hat er die Türen geschlossen und wollte das Wasser einstellen … meine Chance … ich hab mir die Türen wieder aufgeamacht und …. ja und … ich bin Mama dierekt in die Arme gelaufen. Also Chance vertan, es ging zurück … eine Möglichkeit kann ich noch versuchen, mein lautstarkes Organ … aber dagegen ist Papa immun, und wenn er mich dann erst mal richtig im Arm hat, dann muss ich auch das Haare und sonstige Waschen über mich ergehen lassen … Ich hab mich zwar weiterhin mit Händen und Füßen gewehrt, aber leider hat Papa gewonnen.

Als er dann mit einem schlechten Gewissen zu mir ans Bett gekommen ist, war ich aber schon wieder gut drauf und habe ihn geknudelt.

Am Frühstückstisch ….

…oder auch unser Kasper …
Alle sitzen wir am Frühstückstisch und mein Bruder ist schon vor mir fertig und möchte aufstehen … “Erst wenn der Nick fertig ist …. ”
“Der Kaspert doch nur noch.”
“Nick bist du satt?”
“Nein … ” inclusive heftigem Kopfschüttelns …
“Dann iß aber auch! ”
Wenig später war der Nick immer noch nicht weiter mit seinem Brötchen, wird er erneut, diesmal von Papa befragt: “Bist du satt?”
“Nein”
“Dann iß auch!”
So geht das einige mal hin und her, bis es Papa zu bunt wird und er im Anschluss an eine Aufforderung anfängt zu zählen:
“Eins … Zwei … ”
Dazu hält er die Hand neben den Teller meines Bruders und zeigt die Zahlen mit den Fingern. Nach der zwei wird dann unter Protest der Arm von Papa eingefangen um weitere Konsequenzen zu verhindern.
Zum Glück ruft in dem Moment die Oma Iserlohn an und der Fokus wechselt zum Telefongespräch … Und ohne das es jemand bemerkt und noch ein Wort gesagt werden muss ist der Rest der Brötchenhälfte in meinem Bruder verschwunden und wir können zum Händewaschen gehen.

Kindekampf

Momentan bin ich ein wenig Übermütig und streitsüchtig… Erst necke ich die anderen und anschließend Fänge ich an zu schubsen ((oder zu hauen)) …
Mein Bruder wollte mich als Strafe dann Hoch schicken wie unsere Elterndas auch immer machen, aber ich wollte nicht … also. Bin ich unten geblieben und hab meiner Seite “Hoch!” gesagt und mit dem Finger hoch gezeigt … Als Ergebnisse haben wir uns nach einigen Minuten wieder geknuddelt … Warum kann Papa das blos nicht verstehen?