Selbständigkeit

Wir sind noch nicht ganz zu Hause, da frage ich Mama, ob ich zu Finn darf. Er ist etwa so alt wie Nick und wohnt in der Leiterbachsiedlung. Mama erlaubt es und sagt, dass ich um fünf zu Hause sein soll. Also nehme ich meine Uhr mit. Kurz darauf bin ich wieder zu Hause, weil Finn noch nicht da ist. Seine Mama holt ihn erst aus dem Kindergarten ab. Jetzt will ich noch etwas länger bei Finn bleiben. Also habe ich seiner Mama die Telefonnummer von meiner Mama gesagt, so dass sie angerufen hat, um zu fragen. Mama hat vielleicht aus der Wäsche geguckt, als das Telefon klingelte. Aber auch Finns Mama war überrascht, wie ich unsere Telefonnummer kenne.

Wer findet darf auch Essen :-)

Ich komme mit Mama und Nick vom Schwimmen ((unser Trainer hat das Training abgesagt und uns ins Freibad geschickt, es ist viel zu heiß )) nach Hause wo Papa schon wieder am Basteln ist. Dazu muss er Steinplatten mit der Flex zuschneiden, dabei trägt er immer eine Brille und Gehörschutz.

Nun ist aber sein Gehörschutz schon etwas angegangen und er will einen neuen nehmen. Also fragt er mich, wo ich denn den hin habe, den er mir letztlich mal geliehen hatte. Ja, ist schon richtig, ich sollte den eigentlich nach dem ich ihn nicht mehr gebraucht habe auf die Werkbank legen, nur wo ist der hin?

Nun ja, da mich sowohl Papa als auch Mama schimpfen ich soll das Teil suchen, setze ich mich schmollend neben die Mülltonne … “ich war das nicht, das war den Nick” aber anstelle zu Suchen sitze ich hält schmollend rum (( nein!!! Ich denke nach und versuche mich zu erinnern )) … Da mir meine Eltern das nicht Glauben bekomme ich die Androhung, das ich heute Abend ohne Abendbrot ins Bett darf .. (( Eltern sind immer nur gemein ))

Nach einer ganzen Weile höre ich draußen, wie Mama beim Kochen “Sea Patrol” laufen hat. Ich laufe also hoch und will mitgucken, aber das bekomme ich untersagt und soll in mein Zimmer. Mama ist mit dem Kochen fast fertig, Papa ist immer noch draußen, also hat Mama ein Einsehen, und wir gehen gemeinsam suchen. Leider finden wir den Gehörschutz nicht …

Als Papa dann reinkommt und sich die Hände wäscht ruft er mich, er möchte noch Fotos machen und ich soll Ihm sein Handy bringen. Als ich mit den Handy unten bin, fragt er mich, ob wir schon mit dem Essen angefangen haben? “Nein, aber bekomme ich denn jetzt doch was?” Mist, habe ich Papa wieder an seine Ansage erinnert, aber genauso erinnere ich mich wo mein Bruder den Gehörschutz hin hat. Ganz aufgeregt: “Papa komm mal mit. Ich weiß es wieder.”

Papa kommt gelangweilt mit und ist umso überraschter, als ich meine das liegt zwischen dem Brett und der Mauer, und und er dort auch wirklich den Bügel schimmern sieht. Mit langen Fingern fischt er den Bügel raus, aber leider fehlt ein Stöpsel. Den hat Papa aber durch geschicktes Sand weggraben auch noch hinter dem Brett hervorrieseln lassen können.

Mit dem kompletten Gehörschutz bin ich dann fix zu Mama gelaufen. Ihr Kommentar dazu nur: “Deck dir den Tisch.” Und jetzt guten Hunger.

Geschichte vom Salatmonster

Papa: “Nils bist du Satt?”

“Nein”

“Papa, stellst du bitte den Teller nach oben ((gemeint ist auf die Durchreiche)).”

Anschließend nehme ich mir die Salatschüssel (Feldsalat von einer Verliebten Mama) und stelle die auf mein Set. Papa steht der Mund offen und meint nur noch: “Nils, aber da fragt man vorher.”

“Nick, willst du noch was?”

“Papa, und du?”

“Ja.”

“Gut, ich schau mal, was ich dir noch drinn lasse”

Und Gabel frei.

Mein erstes Fußballspiel

Ein Freundschaftspiel gegen Matinroda in Ilmenau. Endstand 9:3. 9 Meterschießen; 4;4.

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Ich suche meinen Bruder. Ich suche ihn oben, da ist er nicht. Ich frage Mama: “Nils unten Waschküche?” Mama sagt, sie weiss es nicht. Nils ist einfach weg. Aber Mama scheint das gar nicht zu stören. Stattdessen schickt sie mich nach oben, den Schlafanzug anzuziehen. Wieder unten, will ich weitersuchen. “Mein Bruder” weine ich fast.  Aber Mama sagt, ich soll zu ihr kommen. Und da schaut plötzlich ein Nils hinter dem Sessel hervor und erschrickt mich. Ich hätte nur im Wohnzimmer schauen brauchen, dann hätte ich ihn im Sessel sitzen sehen. Er war die ganze Zeit dort.