Wir kommen mit Mama aus dem Kindergarten nach Hause. Mama schliesst die Haustür auf und geht rein. Ich sage “puller”, da hat sich Mama noch nichts dabei gedacht. Sie zieht sich aus, ich spiele an meiner Hose rum und sage “Hose aus”. Da fragt mich Mama, ob ich pullern müsse – Ja! Also gehen wir an die Hecke, sie zieht mir die Hose runter, macht die Windel auf und hilft mir. Dann fang ich an zu pullern. Mama ist richtig stolz auf mich.
Aber das kennt ihr ja eigentlich schon von mir. Was war also dieses mal los?
Mama und Papa wollten mal ihre Ruhe haben, also waren wir im Garten … Da ich bei Mama schon seit einigen Tagen ((genau genommen seit Tante Maria vor einer Woche angefangen hat)) genervt habe, dass wir auch endlich ((sind ja nur noch 2 Wochen)) für Ostern schmücken, hat sie mir die Ostereier für draußen gegeben. Nun ja, das war ja Klever gedacht von meinen Eltern. Ich war mit dem Nick beschäftigt ((ich weiß ja noch wo wir im letzten Jahr geschmückt haben)), und meine Eltern haben ein bisschen Zeit für sich … Nur leider sind die Sträucher und Bäume die man schmücken muss nicht alle nur in meiner Höhe … Also brauche ich was um da dran zu kommen … Und was eignet sich da besser als die kleine Leiter aus der Garage …
Wie ich die da raus bekommen habe bleibt zwar vorläufig noch mein Geheimnisse aber meine Eltern haben sich gefreut als sie das gesehen haben, gefreut das ich so klever und pfiffig bin …
Mama will für das Abendessen grüne Soße machen. Also holt sie erstmal alles zusammen. Vorher hatte sie mir noch gesagt, dass wir dafür Eier kochen müssen. Als Mama aus dem Keller hochkommt, sage ich, dass nur noch neun Eier in der Packung sind. Also fragt sie mich, wieviele Eier in den Eierkocher gehen. Ich zähle nach: es sind sieben. Darauf fragt mich Mama, wie viele Eier übrig bleiben, wenn wir den Eierkocher voll machen. Ich denke ganz kurz nach und zeige zwei Finger. Mama war richtig stolz auf mich.
Später habe ich im Meßbecher gezeigt, wo 600 steht.
Eigentlich sind wir, und ich meine auch ich, schon lange mit dem Abendessen fertig … Aber meinen Teller ((auf dem noch ein paar Reste drauf sind)) gebe ich noch nicht her. Sobald Mama oder Papa meinen Teller abräumen wollen komme ich sofort angeflitzt und verteidige ihn mit Händen und sogar mit Worten: “meiner”.
Jetzt, wo es mit dem Sprechen immer besser klappt, fange ich auch an, die Kinder aus meiner Kindergartengruppe aufzuzählen. Als erstes kommt immer Luca ((seine Mama war auch mal in der Feuerwehr)), dann Neo. Wenn Mama noch Namen wie Anna, Florentine, Lea und Elias sagt, kenne ich die auch und spreche die Namen nach. Ebenso Martina und Marlena. Dabei sehe ich richtig stolz aus.