… oh Schreck da bin ich doch einfach weg …
Was sich jetzt so spaßig anhört, war für Opa Uwe, Mama und Papa nicht so spaßig.
Wir waren bei Tante Anke und Onkel Jens zum Polterabend eingeladen. Papa stand am Suppentopf, und Mama hat mit Oma Wimpel zu den Klängen von Jens Band getanzt …
Ach ist das doch alles langweilig und laut; und was ist das überhaupt für eine Ecke von dem Gebäude hier, wo immer wieder Leute rein gehen. Die >> Kegelbahn <<. Na dann will ich doch mal kegeln gehen, meinen Eltern brauch ich nix zu verraten, die sind ja eh beschäftigt.
Als ich fertig mit Kegeln war und meine Eltern gesucht habe, konnte ich leider nur Oma Wimpel finden. Sie hat mir dann geholfen meine Eltern zu suchen. Papa haben wir auf dem Fußballfeld gefunden, er hat dort mit einer Taschenlampe rumgeleuchtet und “Nils” gerufen. Oma und ich konnten die ganze Aufregung nicht verstehen, ich bin doch “Hier”.
Wir haben dann erfahren, Mama, Papa und Opa Uwe haben mich schon mind. 20 min gesucht und Mama und Opa Uwe sind auch schon einmal bis zu Tante Ankes Haus gelaufen… Dabei war ich doch die ganze Zeit hier, wenn auch nicht DA.
… große Folge …
Hab es gerade leider nicht mehr rechtzeitig zum Pullern auf den Topf geschafft. Passiert, also was muss ich machen? Richtig, hochgehen und mir eine frische Hose anziehen.
Nach einer Weile muss ich dann aber doch Mama zur Hilfe rufen.
Warum Frag Ihr.
Na ist doch einfach, wenn ich die Treppe hoch laufe und merke das ein Ei drückt, dann geh ich nicht mir eine Hose anziehen, sondern gehe auf den Topf . Und wenn ich fertig bin, stelle ich mich vor den Topf und rufe Mama. Nicht ohne Stolz zeige ich ihr dann das ich ge”kacka”t habe und lasse mir den Hintern abwischen …
Mama ist ganz stolz auf mich und erzählt es sofort Papa, da ich auch gestern schon meine Wurst in den unteren Topf gelegt habe.
Sie freuen sich, da ich beim Kackern noch sehr unzuverlässig bin, und sie somit oft meine Sache auswaschen und meinen Hintern evt. auch die Beine sauber machen müssen.
Das haben wir noch vergessen zu erzählen.
Bei Oma in Iserlohn wird viel gecremt. Gleichgültig ob man will oder nicht. Das bestimmt Oma.
Diesmal war es aber anders.
” Nils, mußt Du gecremt werden?” “Nein Oma, guck mal.” Oma fühlte das Gesicht und ich war erlöst und konnte los.
” Nick, herkommen cremen!” “Nein!” Half mir aber nicht. Oma hat mich eingefangen und zusammen haben wir das Gesicht gefühlt.
Naja, so unrecht hatte sie ja nicht. Unter der Nase, am Kinn und die Wangen waren ja rauh. Aber die Stirn und die Augen nicht.
Ich ließ mich breitschlagen und sagte Oma: “Da”. Dabei zeigte ich auf die entsprechenden Stellen. Oma cremte auch tatsächlich nur diese ein. Das tat mir gut.
Das nächste mal bin ich auch ganz friedlich gekommen und sagte nur “da”.
Wieder wurde nur dort gecremt. Ihr seht, ich erzieh mir die Oma schon.
Also, ich bin mit Oma in Iserlohn zum Einkaufen abkommandiert worden. Es fehlte Milch. Oma meinte, ich könne ja mit dem Fahrrad fahren. Das war gut. Allerdings wurde ich verdonnert, jeweils vor einer Straßeneinmündung zu warten.
Lieber warten, als laufen.
Es ging los. Am Fliederweg wartete ich ordentlich.
Oma fragte mich, ob ich denn in die Straße hineinfahren dürfe.
Da war das rote Schild mit einem weißen Streifen in der Mitte. Da war doch etwas! Aber was ! Vorsorglich sagte ich erstmal “nein”.
Oma erklärte, dass das richtig sei und fragte, was wir nun machen sollten. Schieben?
Da hat sie aber nicht mit mir gerechnet!
” Aber Oma, da steht aber auf dem unteren Schild ein Fahrrad. Da darf ich fahren”!
Dann bin ich los gesaust. Am Ackerweg habe ich wieder gewartet. Oma ist aber zu Fuß sehr langsam. Ich habe das Haus von Anna Lenas Oma gesehen und bin noch geradeaus bis zum Ende gefahren. Dabei habe ich eine Feder gefunden. Die ist bestimmt von einem Fischreiher., der Kasimir fressen wollte.
Über die Nussbergstraßen habe ich das Fahrrad geschoben und bin dann weiter zu Edeka. Ordentlich über die Straße mit geschobenen Fahrrad, habe ich dieses im Fahrradstand abgestellt.
Ich wußte,wo der war. Oma nicht !
Dann habe ich noch dafür gesorgt, daß Buttermilch mitgenommen und dann ging es zurück.
Am Ackerweg angekommen,habe ich mich dann richtig schnell auf den Weg gemacht. Als Autos kamen, bin ich in eine Einfahrt gefahren und habe gewartet, bis das jeweilige Auto vorbei war. Dann aber schnell weiter und immer auf dem Bürgersteig.
Von Oma war nichts mehr zu sehen. Ich konnte aber dann ganz schnell zum Baumhaus.
Wir haben jetzt Vorfahrt.
Woher weißt du das?
Na von dem Schild.
Welches Schild?
Na das Gelbe … So wie das da (( Wir sind gerade am nächsten Vorfahrtsschild vorbeigefahren )) …